Kurzwirksame Insulinanaloga: Preisargument absurd

Dr. Steffen Wahler Wozu eigentlich dieser lange Marsch durch die Instanzen mit den kurzwirksamen Analoginsulinen - angefangen vom IQWiG über den Gemeinsamen Bundesausschuss bis hin zum Bundesgesundheitsministerium? Genau. Um Kosten zu sparen. Da verbringen Hunderte von Menschen Tausende von Arbeitsstunden zu Lasten des Steuerzahlers damit, Studien einzusehen, zu prüfen, zu vergleichen, Experten anzuhören, zu diskutieren und zu einem Ergebnis zu gelangen, damit dem Steuer- und Beitragszahler immense Kosten für überflüssige Arzneimittel erspart bleiben. Da muss es doch um Millionen gehen. Mindestens. Für alles andere würde unsere Regierung doch einen solchen Aufwand gar nicht erst treiben, oder? Glaubt man allerdings den Zahlen unseres heutigen Interviewpartners - Dr. Steffen Wahler, Geschäftsführer Gesundheitsökonomie beim Verband Forschender Arzneimittelhersteller (VFA) und Diabetologe DDG - dann scheint jedoch genau das der Fall zu sein. Denn bei geschätzten Mehrkosten für Analoginsuline gegenüber Humaninsulinen von etwa 4 Euro pro Jahr für ein Kind und etwa doppelt so viel für einen Erwachsenen ist, so Wahler, das Preisargument schlicht absurd.

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